Ein Winter ohne Käsefondue ist unvorstellbar.

Ob traditionell ein «Moitié-Moitié» oder eine von zahlreichen anderen Varianten: Auf den gemeinsamen Käsegenuss mögen Schweizerinnen und Schweizer nicht verzichten. – Wir auch nicht.

Es gibt viele Gründe, warum das traditionelle Käsefondue – mittlerweile nicht nur in der Schweiz – so beliebt ist. In Deutschland ist Käsefondue der Klassiker zu Weihnachten und Silvester. In der Schweiz bekommen Sie das Nationalgericht das ganze Jahr über. Kein Wunder, denn es gibt so viel mehr Gelegenheiten für ein geselliges Käsefondue.

FEIERN MIT FREUNDEN

Ein hervorragender Grund ist, mal wieder ein paar nette Leute einzuladen. Die haben meist auch alle Zeit, was nicht überrascht, denn Fondue-Feste ohne Anlass sind die besten. Für spontane Einladungen oder den schnellen Schmaus nach der Outdoor-Aktivität sollten Sie Vorrat im Kühlschrank haben. Brot, Kartoffeln, Gemüse oder Obst dazu, und schon können Sie eintauchen.

ZEIT ZU ZWEIT

Das Leben ist ein Fest. Sie brauchen weder Grund noch Gäste für einen gemütlichen Fondueabend, sondern nur Lust und Laune. Die romantische Stimmung bekommen Sie obendrauf.

TRINKEN

Zum klassischen Käsefondue trinkt man Weisswein oder Tee. Für die Wahl des edlen Rebensaftes finden Sie zahlreiche Empfehlungen im Internet. In einem sind sich die Kenner alle einig: Trocken sollte der Wein sein und nicht zu viel Säure aufweisen. Ein Chasselas, in Deutschland Gutedel genannt, ist ein hervorragender Begleiter zu Käsefondue. Ebenso ein Grauburgunder. Letztendlich ist es eine Frage Ihres persönlichen Geschmacks. Es darf auch ein Rotwein sein, der wenig Säure und Tannine aufweist und nicht im Holzfass ausgebaut ist. Bierliebhaber dürfen natürlich auch Bier dazu trinken. Zu einem Bier-Fondue passt das sowieso am besten.

WELCHES FONDUE DARFʼS DENN SEIN?

Viele Schweizer mögen das traditionelle Käsefondue am liebsten. Davon gibt es jedoch einige Variationen, die je nach Mischung anders schmecken. Beliebt sind vor allem:

Fondue Moitié-Moitié:            Fondue Fribourgeoise:         Appenzeller Fondue:             Fondue Neuchâteloise:         Innerschweizer Fondue:       Walliser Fondue:    
Ostschweizer Fondue:          Fondue Moitié-Moitié:            Fondue Fribourgeoise:         Appenzeller Fondue:             Fondue Neuchâteloise:         Innerschweizer Fondue:       Walliser Fondue:                     Ostschweizer Fondue:

je zur Hälfte Greyerzerund Vacherin fribourgeois
100 Prozent Vacherin fribourgeois
100 Prozent Appenzeller
je zur Hälfte Greyerzer und Emmentaler
je ein Drittel Greyerzer, Emmentaler und Sbrinz
50 Prozent Vacherin, je 25 Prozent Greyerzer und Raclettekäse
je ein Drittel Greyerzer, Appenzeller und Tilsiter
je zur Hälfte Greyerzerund Vacherin fribourgeois
100 Prozent Vacherin fribourgeois
100 Prozent Appenzeller
je zur Hälfte Greyerzer und Emmentaler
je ein Drittel Greyerzer, Emmentaler und Sbrinz
50 Prozent Vacherin, je 25 Prozent Greyerzer und Raclettekäse
je ein Drittel Greyerzer, Appenzeller und Tilsiter

10 Tipps

So ein Käse!
Man sollte Gruyère und Vacherin als Basis nehmen. Das ist das A und O und gibt die optimale Mischung. Sie ergänzen sich sehr gut und schmelzen super. Das Aroma ist ausgewogen. Man kann auch mit verschiedenen Reifegraden der beiden Sorten spielen oder mit einem Raclettekäse ergänzen. Das sorgt für mehr Pfiff!

Brot ist nicht gleich Brot
Natürlich ist frisches Brot fein, trotzdem ist es ratsam, das Brot einen Tag stehen zu lassen. Frisch ist es in Kombination mit dem Käse schwerer verdaulich. Klassisch verwendet man Weissbrot, Alternativen sind Kümmelbrot oder Kartoffeln, Gemüse oder auch Früchte wie Äpfel und Birnen.

Beim Wein ein Walliser
Der Wein ist natürlich sehr wichtig. Nehmen Sie einen trockenen Schweizer Wein, am besten aus dem Wallis. Er darf nicht zu süss oder zu fruchtig sein. Das Fondue braucht die Säure und die Trockenheit.

Bitte mit Gefühl!
Natürlich ist die Produktauswahl wichtig, alles muss frisch sein. Aber fast noch wichtiger ist, den Käse sorgfältig zu behandeln. Man muss ihn schmelzen und nicht kochen. Ein Fondue braucht viel Gefühl.

Beim Würzen gilt: weniger ist mehr
Frischer Pfeffer und frische Muskatnuss, das reicht schon. Man kann noch einen Knoblauch reintun. Bei unserem Hausfondue hatʼs noch eine Eschalotte drin. Aber der Käse hat schon so viele Aromen, da wäre es schade, alles zu überwürzen.

Rühren!
Wenn sich das Fondue trennt, hat es zu viel Feuer. Also zurückstellen und immer wieder rühren. Man muss nicht unbedingt eine 8 rühren, es kann auch eine 9 sein. Wichtig ist, dass in allen Ecken gerührt wird, nur dann kommt die Mischung zustande.

Das Erste-Hilfe-Set
Wenn es zu dick ist, einfach einen Schluck Wasser oder Wein dazugeben. Zu dünn: Maizena mit Kirsch mischen und dazugeben.

Fondue-Experimente
Man kann statt Weisswein Champagner nehmen, dann wird das Fondue etwas prickelnder. Oder sogar einen Rotwein für einen intensiveren Geschmack. Auch Morcheln und Steinpilze passen, oder wenn Saison ist zum Beispiel Bärlauch. Aber bei Curry hört der Spass auf!

Die beste Begleitung: Walliser
Dazu trinken sollte man einen Chasselas, das ist der Beste! Auch ein Heida oder ein Johannisberg passen gut. Hauptsache Walliser.

Wenn nur der Geruch nicht wäre
Öffnen Sie das Fenster schon während dem Essen. Auch ein Cheminée hilft. Und sonst eben unmittelbar danach lüften. Oder am besten ist, Sie essen einfach auf der Terrasse.

T&S Fondue-Tipps

Das Winterdörfli «Limmatzauber» auf dem Rapidplatz in Dietikon bezaubert die Gäste während der Advents- und Weihnachtszeit. Der «Limmatzauber» bietet während zwei Monaten einen herzerwärmenden Ort für ein geselliges Beisammensein mit einem weihnächtlichen Gastronomieangebot. Das heimeligen Fonduestube ist ein wunderbar dekoriertes Holzchalet, das Platz für 160 Personen bietet.

Blick auf die Panta Rhei im Zürichsee. Das sehr beliebte Fondue-Schiff fährt bis am 11. April 2024. Wenn die dunkle Jahreszeit hereinbricht, fällt der Startschuss für die Fondue-Saison. Im gemütlich-warmen Schiffsrestaurant ziehen Familien, Freunde und Firmen jeden Freitagabend gemeinsam die «Fäden» – so oft und so viel sie wollen. Als Alternative zum Fondue gibt es Raclette in verschiedenen Sorten à discrétion. Unser Tipp: Ein gemütlicher Fondue-Abend am Fass auf dem Aussendeck!

Nicht nur bei Touristen sehr beliebt: die Fondue-Gondeln vor dem Zürcher Walliserkeller

Auch das Zürcher Fonduetram erfreut sich grosser Beliebtheit. Gefahren wird ab Bellevue bis am 29. Februar 2024. 1. Fahrt: 17.30 Uhr, 2. Fahrt: 20.15 Uhr