Ein Jahrzehnt voller Leidenschaft und Geschmack

Vor zehn Jahren, im Jahr 2015, wurde in Zürich ein kleines, aber mutiges Brauerei-Projekt geboren: das Brausyndikat. Was mit einer Idee und einer grossen Portion Leidenschaft begann, entwickelte sich zu einer festen Grösse in der Craft-Beer-Szene. Heute blicken wir zurück auf ein Jahrzehnt voller Herausforderungen, Erfolge und unzähliger einzigartiger Biere – und natürlich auf das legendäre Affenlogo, das inzwischen für echte Braukunst steht.

Die Gründer und ihre Vision

Oliver Zemp, Stephan Györi und Philip Bolleter. Drei Namen, die man in der Craft-Beer-Welt nicht so schnell vergisst. Diese drei Männer verband die Liebe zu gutem Bier und der Wunsch, etwas Eigenes, Handwerkliches und Echtes zu erschaffen. Keine Massenware, sondern ehrliches Bier, handgebraut und mit viel Charakter. Was in einer kleinen Brauanlage begann, wurde bald zu einer Institution für alle, die mehr als nur ein Standardbier wollten.

Vom Hobbyprojekt zur Kultmarke

Der Weg war nicht immer leicht. Gerade in den Anfangsjahren kämpfte das Brausyndikat mit typischen Start-up-Hürden: Produktionskapazitäten, Marktakzeptanz und natürlich der Frage, wie man sich in einer zunehmend wachsenden Craft-Beer-Szene behauptet. Doch die Gründer blieben ihrer Philosophie treu und setzten auf Qualität, Kreativität und eine ordentliche Portion Experimentierfreude.

Das affengeile Logo

Das Affenlogo, das von Anfang an auf den Flaschen prangte, wurde schnell zum Wiedererkennungsmerkmal der Brauerei. Der Eyecatcher verkörpert genau das, wofür das Brausyndikat steht: clever, wild und ein bisschen anders als die anderen. Der Affe – als Symbol für Unangepasstheit und Neugier – war von Anfang an mehr als nur ein Logo. Er wurde zum Markenzeichen einer Bewegung, die sich nicht in industrielle Standards zwängen liess.

Biervielfalt und Innovation

Von klassischen Pale Ales über experimentelle Sauerbiere bis hin zu wuchtigen Stouts – das Brausyndikat scheute sich nie davor, neue Wege zu gehen. Viele Biere wurden in kleinen Batches produziert, oft mit ungewöhnlichen Zutaten oder speziellen Brautechniken. Die Experimentierfreude der Gründer zahlte sich aus: Bierliebhaber und Kritiker lobten die Vielfalt und Qualität der Kreationen.

10 Jahre später – was bleibt?

Ein Jahrzehnt ist vergangen, und das Brausyndikat hat sich fest in der Szene etabliert. Geblieben ist der rebellische Geist, die Hingabe zum Handwerk und natürlich das ikonische Affenlogo, das nach wie vor für höchste Braukunst steht. Wer eine Flasche des Brausyndikats öffnet, trinkt nicht nur Bier – er trinkt die Geschichte von vier Freunden, die ihrer Leidenschaft gefolgt sind und damit die Schweizer Craft-Beer-Welt nachhaltig geprägt haben.

Perfekte Location

Die Räumlichkeiten erinnern an die Zeiten von Al Capone – eine Mischung aus Bronx, Brockenhaus und Rock ’n’ Roll. Einfach fantastisch! Das Brausyndikat eignet sich besonders gut für Firmen- und Vereinsanlässe. So haben sich bereits praktisch alle Abteilungen der Stadtverwaltung Dietikon hier blicken lassen.

Im Taproom können sich Gäste zudem kulinarisch verwöhnen lassen. Zurzeit werden verschiedene Pizzas, Tatar und feines «Knoblibrot» angeboten. Während der Wintermonate finden regelmässig die äusserst beliebten Fondue-Plausch-Abende statt. Für Gäste, die Bier nicht zuoberst auf ihrer Wunschliste haben, präsentiert F&B-Chef Marko Häcki feine, zeitgemässe Drinks.

Bier nach Mass

Immer mehr Firmen, Vereine oder Gruppen brauen ihr eigenes Bier. Wenn dann auf der Dose oder Flasche noch das eigene Vereins- oder Firmenlogo erscheint, hinterlässt das einen besonders guten Eindruck.


Kurz-Interview mit den Protagonisten        

t&s: Wie und wo entstand damals vor 10 Jahren die Idee, eine eigene Brauerei zu gründen?

Philip Bolleter: Stephan und ich haben uns auf dem Flugplatz Birrfeld bei der gleichen Fluglehrerin kennengelernt. Nach dem Unterricht sind wir dann gerne noch ein oder zwei Bier trinken gegangen und so kam schnell eins zum anderen…

t&s: Stephan, hättest du je gedacht, dass du zehn Jahre nach der Firmengründung immer noch am Braukessel stehst?

Stephan Györi: Natürlich! Ich hätte niemals gedacht, dass wir so viel Erfolg haben würden und dass ich nach zehn Jahren noch immer so eng mit dem Brauprozess verbunden sein würde. Es ist grossartig zu sehen, wie alles gewachsen ist, und es erfüllt mich mit Stolz, noch immer Teil dieses aufregenden Abenteuers zu sein. Der Braukessel ist für mich nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Ort der Kreativität und des Genusses!

t&s: Oliver, als damaliges Gründungsmitglied hast Du dich eine Zeit lang zurückgezogen. Nun bist du wieder da. Hat dich das «Feuer» wieder gepackt?

Oliver Zemp: Mein Rückzug war ja nicht ganz freiwillig, aber es geht mir gesundheitlich wieder besser und ich bin bereit für neue Taten. Das Brausyndikat hat sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt – daraus ergeben sich viele neue Herausforderungen und Chancen.

t&s: Dieses Jahr feiert das Brausyndikat sein zehnjähriges Jubiläum. Sind in diesem Zusammenhang besondere Aktivitäten geplant?

Philip Bolleter: Ja, in diesem besonderen Jahr planen wir einige spannende Aktivitäten, um unser zehnjähriges Jubiläum gebührend zu feiern. Es wird spezielle Events, limitierte Sondereditionen und vielleicht die eine oder andere Überraschung für unsere treuen Fans geben. Der nächste Event findet am 13./14. Juni dieses Jahres statt. Geplant ist ein grosses Fest mit Musik, feinem Essen und natürlich gutem Bier!


t&s:
Die Aufklärungsarbeit für eure Biere dauerte lange. Warum haben sich Craft-Biere gegen kühle Lagerbiere nun durchgesetzt?  

Stephan Györi: Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie sich Craft-Biere durchgesetzt haben! Die Aufklärungsarbeit hat in der Tat Zeit und Energie gekostet, aber sie war es definitiv wert. Die Menschen haben begonnen, den Wert von handwerklich gebrauten Bieren zu schätzen – die Vielfalt an Aromen, die Qualität und die Geschichten hinter den Brauereien haben grosse Aufmerksamkeit erregt. Craft-Biere sind nicht nur eine interessante Alternative zu traditionellen Lagerbieren, sondern bieten auch ein Erlebnis, das den Biergenuss auf eine neue Ebene hebt.

t&s: Du hattest einmal in einem Interview gesagt, dass ihr mit euren Bieren in die ganze Welt hinaus möchtet. Ist dieses Ziel noch realistisch?

Oliver Zemp: Ja, denn wir geben nie auf – sonst wären wir nicht schon zehn Jahre in diesem knochenharten Business. In dieser Zeit haben wir bereits das eine oder andere Projekt (oder Bier ;-) mit befreundeten Brauereien aus England, Ungarn oder Rumänien realisiert.

t&s: Der Kampf gegen die Grossbrauereien als Mitbewerber scheint eine Never-Ending-Story zu sein. Welche Strategien setzt ihr dieser Situation entgegen?

Philip Bolleter: Der Wettbewerb mit den Grossbrauereien ist in der Tat eine anhaltende Herausforderung. Unsere Strategie basiert darauf, uns durch Qualität, Kreativität und Authentizität abzuheben. Wir setzen auf handwerkliches Brauen, aussergewöhnliche Rezepturen und eine enge Verbindung zu unserer Community. Zudem legen wir Wert auf Regionalität – Aspekte, die viele Bierliebhaber schätzen und die uns von den Massenprodukten der Grossbrauereien unterscheiden. Letztendlich geht es uns nicht darum, gegen sie zu kämpfen, sondern unseren eigenen Weg konsequent weiterzugehen und die Biervielfalt zu erweitern und zu bereichern. Als neues Produkt bieten wir unsere individualisierten, digital bedruckten Dosen an. So kann jede und jeder für den Anlass die Dose im eigenen Design erhalten – und dies bereits ab kleineren Auflagen (ab 1000 Stück). Ideal für Vereine, Firmen oder den nächsten runden Geburtstag.

Brausyndikat
Grünaustrasse 21
8953 Dietikon
durst@brausyndikat.ch